So, 8. März 2020

15:30 Hear in Now (USA, IT)

Konzert für Familien in Zusammenarbeit mit bee-flat

Mazz Swift (voc/vl), Tomeka Reid (vlc), Silvia Bolognesi (b)

Dass sich die Wege der Chicagoer Cellistin Tomeka Reid, der New Yorker Violinistin Mazz Swift und der Bassistin Silvia Bolognesi aus Siena kreuzten, ist ein wahrer Glücksfall. Ein Glück für all jene, die sich nach neuen Klängen jenseits irgendwelcher Schubladen sehnen. Dieses eklektische Kollektiv vereint drei grossartige Musikerinnen und Komponistinnen, was nicht zuletzt auch dem legendären Roscoe Mitchell auffiel, der das Trio prompt in sein Sextett integrierte. Oder wie William Parker es sagte: «All I can say, they are all wonderful.»

20:00 Bänz Oester’s Old Europe (MK, FR, CH)

Marem Aliev (voc/cl/gajda/zurna/kaval), Nehrun Aliev (cl/acc/tapan), Zacharie Canut (ts), Mirko Maio (p), Lenni Torgue (vib/perc), Bänz Oester (b), Clément Grin (dr)

Wer weiss? Vielleicht hat ja die alte westeuropäische Volksmusik, die vor Jahrhunderten von der Kirche verboten und damit erfolgreich unterdrückt worden ist, in den Ländern des Balkan überlebt! So Bänz Oester’s ganz persönlicher Erklärungsversuch für den Zauber, den die Musik der südosteuropäischen Länder auf ihn ausübt. Die ungeraden Tanzrhythmen, die untemperierten Tonfolgen und die komplex-sinnliche Melodiegestaltung bieten einen Reichtum an Inspiration und Ausdrucksformen, auch für Jazzimprovisation. Mit dieser Band erfüllt er sich einen lang gehegten Wunsch: Zusammen zu spielen mit Marem und Nehrun Aliev, zwei grossartigen Multiinstrumentalisten und Sängern aus Mazedonien. Vervollständigt wird Old Europe von jungen talentierten Musikern, die Bänz Oster an der Musikhochschule Lausanne kennenlernte.

21:15 Tomeka Reid & Diamanda Dramm (USA, NL)

Foto: Juri Hiensch

Tomeka Reid (vlc), Diamanda La Berge Dramm (vl)

Die junge niederländische Geigerin Diamanda Dramm hat mehr Preise in der Tasche als Jahre auf dem Buckel. Geigen konnte sie ehe sie schwimmen lernte und während ihre Altersgenoss*innen mit der Rassel um den Weihnachtsbaum rannten, hing sie im Amsterdamer Concertgebouw rum.
Wer Chicago und Jazz in einem Atemzug sagt kommt nicht umhin auch Tomeka Reid beim Namen zu nennen – die „new jazz power source“ wie die New York Times titelte. Zwecklos all die Berühmtheiten auflisten zu wollen mit denen sie schon musizierte, und auch nicht nötig, Tomeka Reid selbst ist die Frau der Stunde. Wir freuen uns über alle Massen, dass diese beiden Gigantinnen die Einladung der Jazzwerkstatt angenommen haben, zum ersten Mal gemeinsam zu improvisieren. Ein Geschenk die dreizehnte Werkstatt so beenden zu dürfen!