Jedes Jahr laden wir zwei oder drei Personen ein, aktiv mit uns das Programm zu gestalten. So können wir sicherstellen, dass wir uns nicht immer im gleichen Zirkel bewegen – unsere Gastkurator:innen erzählen uns mit Begeisterung von ihren Lieblingsbands und Lieblingsmusiker:innen, und dadurch tut sich ganz viel Neues auf.
2026 übernehmen das die beiden Musiker:innen Aya Metwalli und Jim Black:
Aya Metwalli
Aya Metwalli (geb. 1988 in Kairo) ist eine Sängerin und Komponistin/Performerin, deren Arbeit sich zwischen Tradition und Experimentierfreudigkeit bewegt. Aufgewachsen in der klanglichen Dichte Kairos, entwickelte sie eine Stimme, die vom Chaos der Stadt geprägt ist und folkloristische Wurzeln mit avantgardistischen Klanglandschaften verwebt. Ihre Erforschung von Klangfarbe und Mikrotonalität verbindet ihre Praxis mit zeitgenössischer Komposition und dem weiteren Feld der Neuen Musik. Ihre Klangwelt bewegt sich oft zwischen Klage und Dissonanz, wobei sie ungewöhnliche Stimmungen verwendet, um die Klangwelt von Lieder zu erweitern und ihre Zuhörer:innen in ungewohnte emotionale Räume zu entführen.
Sie hat mit Neue Vocalsolisten Stuttgart zusammengearbeitet um Cabaret Bizarre (2021/2025) bei Mediterrane Perspektiven (Theaterhaus Stuttgart, 2025), dem ULTIMA Contemporary Music Festival (Oslo, 2022), dem Irtijal Experimental Music Festival (Beirut, 2022) und vielen anderen Festivals in ganz Europa zu präsentieren. Ihr neuestes Werk, Salute the Groom (2025), wurde für das 4tet Laboratoire geschrieben und bei den Darmstädter Ferienkursen 2025 uraufgeführt.
Für die Jazzwerkstatt versuchte sie, ein Stück Kairo nach Bern zu bringen. Besonders freut sie sich über die Anwesenheit von Maurice Louca, einem ihrer Lieblingsmusiker aus Kairo. Maurice Louca kommt mit einem Projekt, das seit der Veröffentlichung seines Albums während der Corona-Pandemie keine Gelegenheit zu einer Tournee hatte. «Deshalb finde ich die Jazzwerkstatt so besonders, weil sie Raum und Gelegenheit für Dinge schafft, die anderswo normalerweise nicht möglich wären.“